Reta Tschopp schliesst ihre Kata-Wettkampf-Laufbahn ab

„ Das war mein letzter Wettkampf“ sagte die Muttenzer Judoka Reta Tschopp nach den Schweizer Kata-Meisterschaften (SKM) 2017 in La Chaux-de-Fonds.

„Es wäre schön gewesen, mit meinem letzten Wettkampf noch einmal Schweizer Meisterin zu werden, schade, dass es knapp nicht gereicht hat“.

Mit nur vier winzigen Punkten (bei einem Total von über 500 Punkten) Rückstand gewann das Duo Tschopp/Wüthrich 2017 die Silber-Medaille in der Kodokan-Goshin-Jitsu.

Nach vier Schweizer Meister-Titeln in Folge zusammen mit ihrer Berner Kata-Partnerin Ariane Wüthrich und zehn Jahren internationalen Kata-Wettkampfsport tritt Reta Tschopp dieses Jahr nun auch von der nationalen Wettkampfbühne ab. Die Baselbieterin darf neben 14 SKM-Medaillen auf zwei Vize-Weltmeister-Titel und verschiedene internationale Turnier-Medaillen zurückblicken.

Tschopp wird sich aber keineswegs vom Judo und Ju-Jitsu (Selbstverteidigung) zurück ziehen – im Gegenteil – ihr nächstes Ziel ist, diesen Herbst neben ihrem vierten Dan Judo, den sie schon 2015 erreicht hat, auch noch die Prüfung zum ersten Dan Ju-Jitsu (Schwarzgurt) zu  bestehen.  „Die Kodokan Goshin Jitsu Kata hat mich für die Selbstverteidigung begeistert und ich habe mit Harry Bucklar (6. Dan) einen grossartigen Ju-Jitsu-Trainer gefunden.“ Auch wenn damit jede Woche eine Fahrt nach Zürich verbunden ist, will Tschopp diesen Sport künftig weiter betreiben, um Spass zu haben und gleichzeitig fit zu bleiben. Selbstverteidigung kann man auch in fortgeschrittenem Alter noch sehr gut machen und der Sport ist sehr vielseitig, wie die Mutter der Olympia-Judo-Kämpferin Evelyne Tschopp betont. Es finden sich darin Elemente des Judo, Karate, Aikido und anderer fernöstlicher Kampfsportarten, die für eine gute Verteidigung geeignet sind, zu einem optimalen Mix vereint.

Im nächsten Jahr möchte Tschopp dann auch ihre Erfahrungen weiter geben, Kata-Instruktorin SJV werden und später Kurse geben. Im grossen Kata-Lager, welches jeden Frühling in Fiesch stattfindet, hat sie dieses Jahr bereits als Assistenz-Trainerin gewirkt. Reta Tschopp bleibt der sportlichen Betätigung also weiterhin treu und dem Judo und Ju-Jitsu erhalten. Ein Leben ohne Sport kann sie sich nicht vorstellen. Trotzdem wird sie es in Zukunft auch geniessen,  mehr Zeit für ihre anderen Hobbies, ihren Garten und die drei Familien-Katzen zu haben.

 

Brigitta Pflugshaupt, JJJC Pratteln